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28. - 29. April 2011 / 20:30 Uhr | TANZFESTIVAL I-DENTITY
essentially as I am
Premiere von Minka-Marie Heiß / Cie hausgemacht
Choreographie: Minka-Marie Heiß
Tanz: Ljuba Avvakumova, Verena Flurschütz, Constantin Georgescu, Ivonne Kalter, Petr Opavsky
Lichtdesign: Rainer Ludwig
Tontechnik: Peer Quednau
Produktionsbetreuung: David Laera, Micaela Kühn Jara
Presse: Ulrich Stefan Knoll
Dauer: ca. 60 Min.
In unserer modernen Welt spielen räumliche Entfernungen kaum noch eine Rolle, sie werden durch immer schnelleren Verkehr und weltweite digitale Kommunikation überwunden. Alles dreht sich um materielle Werte. Der Mensch muss funktionieren. Alte Identitätskonzepte sind überholt. Das Individuum ist in Gefahr, seinen Bezugspunkt in der sozialen Welt zu verlieren. Es versucht einerseits Distanz zu seiner Umwelt zu halten, andererseits sehnt es sich nach Nähe.
In diesem Spannungsfeld spielt das Genre Tanz eine wichtige Rolle. Der Körper, seine Bewegungen, Raum, Distanz und ihre Überwindung stehen im Mittelpunkt. Im Tanz verschmelzen Persönlichkeit und Körper.
Im Projekt „essentially as I am“ stellen die Tänzer Realitäten in Frage und tauchen in das Fremde des menschlichen Wesens ein. Auf diesem Weg ins Unbekannte nehmen sie das Publikum mit, es geht um die Unergründlichkeit der menschlichen Seele, die Tiefe der Persönlichkeit.
Fünf Personen tanzen, sie feiern, sie lachen, sie diskutieren und streiten. Sie tauchen ein in die Abgründe der menschlichen Psyche mit ihren geheimen Sehnsüchten und verfangen sich in dem Labyrinth ihrer Gedanken und Gefühle. Sie fragen nach dem Unbekannten und finden sich in einem nicht enden wollenden Strom zwischen Realität und Ungewissheit wieder. Die Gegenüberstellung der Individuen schwingt ambivalent zwischen Sanftmut und Zurückweisung, zwischen dem Verlangen ineinander zu verschmelzen und dem Wunsch, der Bindung zu entfliehen.
Jeder Mensch stellt sich Fragen wie „Was wäre, wenn...?“ und “Warum...?“.
Solche Fragen stellen uns vor die Wahl: akzeptieren wir unsere Umwelt und uns selbst oder fahren wir fort, Zusammenhänge zu erforschen, Fragen zu stellen, zu zweifeln? Das Stück “essentially as I am” setzt die Suche des Individuums nach seiner Identität in Szene, eingebunden in das Geflecht menschlicher Beziehungen. Die Akteure erzählen über ihre Zweifel, ihre Hoffnungen und Abhängigkeiten und begleiten uns in das Wirrspiel von Identität und Intimität. Sie versuchen herauszufinden, wo sie in diesem Moment ihres Lebens stehen.
Sind sie glücklich, einsam, vielleicht sogar einander fremd oder sind sie unauflösbar miteinander verbunden?
Kompanie hausgemacht
hausgemacht besteht aus professionellen Tänzern internationaler Herkunft, die sich unter der künstlerischen Leitung der Choreographin, Tänzerin und Tanzpädagogin Minka-Marie Heiß (Frankfurt a. M.) zu einer freischaffenden Kompanie zusammengeschlossen haben.
Seit 2004 entwickelte Minka-Marie Heiß sieben abendfüllende Stücke und mehrere Kurzstücke, wie Duette und Soli, die sowohl in Deutschland als auch international gezeigt wurden, wie zum Beispiel versions of versions (Gasteig München), to fish, to fly and to look for (Internationales Tanz Festival Erfurt) und das Solo the question of the unknown ( Solotanzfestival Ulm, Solotanzfestival Malaposta Lissabon, Festival Fino alla fine del Mondo Siena/Italien).
Die Kompanie besteht seit 2004 und umfasst seither über vierzig Tänzer und Tänzerinnen, die auch dank intensiver, sehr persönlicher und prägender Zusammenarbeit mit der Choreographin Minka-Marie Heiß heute in den Ensembles der großen Theater wie beispielsweise Staatstheater Darmstadt, Staatstheater am Gärtnerplatz München, Theater Erfurt usw. zu finden sind. Bereits fünf Tänzer der Kompanie hausgemacht waren in den letzten Jahren für das renommierte internationale Solotanzfestival in Stuttgart nominiert, zwei davon in choreographischer Regie von Minka-Marie Heiß. Im Mai 2008 wurde sie mit dem Isadora-Award und einem Stipendium der Iwanson-Sixt-Stiftung "für außergewöhnliche künstlerische Leistungen und den Aufbau einer zeitgenössischen Kompanie" geehrt.
Tanzfestival 'i-dentity'
Die Münchner Choreographin Minka-Marie Heiß ist 2010 mit ihren Choreographien auf Reisen gegangen. Sie wurde national und international zu Gastspielen nach Landshut, Erfurt, Ulm, Siena und Lissabon eingeladen. Im Sommer 2010 wurde sie als Choreographin für den Schweizerischen Internationalen Weiterbildungskurs in Choreographie (SIWIC) unter Leitung von Reinhild Hoffmann in Zürich ausgewählt und hat dort verschiedene choreographische Arbeiten im Tanzhaus Zürich geschaffen und gezeigt.
Ihre neu gewonnenen Erfahrungen sowie einige der internationalen Künstler, die sie dabei kennen gelernt hat, vereint Heiß nun im Rahmen des Tanzfestivals „i-dentity“, bei dem es um Suche, um Identität, um Beziehungsgeflechte, die Frage nach dem Unbekannten und dem Eintauchen in das Ungewisse gehen wird.
Weitere Vorstellungen
- SOUVENIR. Minka-Marie Heiß & friends | 30. April 2011, 20:30 Uhr
München-Premiere von Paolo Fossa (IT), Premiere von Erik Constantin (NL), München-Premiere von Minka-Marie Heiß (D), Premiere von Ljuba Avvakumova (RUS), München-Premiere von Martina La Bonté (D).
- NEXT GENERATION. Junge Tänzer von Morgen | 1. Mai 2011, 20:30 Uhr
Choreographien von Henri Oguike (Tanz: JET Kompanie, Tanzhaus NRW – Düsseldorf) & von Minka-Marie Heiß.
Das Tanzfestival ‘i-dentity’ wird gefördert von Bezirk Oberbayern sowie hausgemacht e.V. und findet mit freundlicher Unterstützung von Tanzhaus NRW, Iwanson-Sixt-Stiftung, und i-camp/neues theater münchen statt.
Tickets: 16.- / ermäßigt 10.-
Reservierung: 089/650000 (AB) + tickets@i-camp.de
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