21. - 22. März 2014 / 20:30 Uhr | PREMIERE. Weitere Vorstellungen vom 27. - 29. März
PHÄDRAHIPPOLYTOSLIEBE
Ein zweiteiliger Theaterabend von Jutta Ina Masurath und Claus Peter Seifert
Nach zwei Gorki-Projekten in 2013 wenden sich die Münchner Regisseure Jutta Ina Masurath und Claus Peter Seifert nun dem Phädra-Hippolytos-Stoff zu und zeigen mit PhädraHippolytosLiebe zwei eigenständige Blickwinkel dieser Geschichte.
Jutta Ina Masurath bringt eine eigene Bearbeitung der Version von Jean Racine in der Übersetzung von Simon Werle auf die Bühne, Claus Peter Seiferts Fassung wurde von Michael Wüst geschrieben und lehnt sich an die verlorene Urfassung von Euripides an.
Teil 1: Die Bar
In einem Sommer am Meer in einer Strandbar kippt das Leben. Phädra liebt unhaltbar den, den sie niemals lieben sollte, ihren Stiefsohn Hippolytos, der aber liebt Arikia, was er nicht darf. Phädra fühlt sich zerrissen. Ihre beste Freundin Önone ist gewillt auch in diesem Sommer alles für sie zu tun und damit scheitert sie und verliert. Theseus, der letzte einer aussterbenden Art von (Weiber)Helden, kehrt zurück und muss feststellen, dass sich die Welt auch ohne sein Zutun weitergedreht hat und seine Zeit endgültig vorbei ist. Manchmal kippt so ein Sommer Schicksale. Dieser tut es.
In Jutta Ina Masuraths Fassung "Die Bar“ geht es um Zerrissenheit, ihre Arbeit bezieht seine Wirkung aus Kontrasten. Extreme Gefühle werden in strenge Sprache gepresst.
Alle verlieben sich unhaltbar, unheilbar in den oder die Falsche, allen voran Phädra mit ihrer Leidenschaft zu ihrem Stiefsohn Hippolytos. Phädra schwankt zwischen unkontrollierbarer Leidenschaft und kluger rationaler Analyse ihrer Schuld.
Regie: Jutta Ina Masurath Regieassistenz: Thalia Killer
Bühne: Claus Peter Seifert
Bühnenassistenz: Thalia Killer
Kostüme: Tamara Müller
Licht: Michael Wüst
Phädra: Nika Wanderer
Theseus: Jürgen Lingmann
Hippolytos: Michael Glantschnig
Önone: Dunja Bengsch
Arikia: Mira Mazumdar
Theramenes: Stefan Krischke.
Teil 2: mach mich schön! (Uraufführung)
Michael Wüst verfrachtet die Figuren des Hippolytos-Mythos in ein Irrenhaus. Die Leitung dort hat der Marquis De Sade, der allerdings selbst inhaftiert ist. Nihilismus und Atheismus de Sades werden konfrontiert mit der sexuell konzipierten Machtpolitik der alten Griechen, es entwickelt sich ein irres Theater, in dem Sinne, dass das Drama als absurde Komödie wiederkehrt.
Claus Peter Seifert erkennt unsere narzisstische Borderline-Gesellschaft.
Stück: Michael Wüst
Regie / Bühne: Claus Peter Seifert
Kostüme: Regina Warncke
Assistenz: Vincent Martins Coelho
Bühnenbildassistenz: Thalia Killer
Licht und Dramaturgie: Michael Wüst
Musik: Zoran Krga
de Sade: Lutz Bembenneck
Phädra: Nika Wanderer
Schwester Önone: Katherina Mai
Theseus: Patrick Hellenbrand
Hippolytos: Manuel Wagner
Dauer: 2 x 45 Minuten, mit Pause
Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung durch Coach Company, studioAChT, Robert Spitz und i-camp/neues theater münchen statt.

Tickets: 16.- / ermäßigt 10.-
Reservierung: 089/650000 (AB) + Online-Reservierung
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