01. - 02. Juni 2013 / 20:30 Uhr | PREMIERE
ERASING CAFÉ M
Eine Inszenierung von Sebastian Blasius
Der Regisseur und Choreograph Sebastian Blasius hat gemeinsam mit dem Dramaturgen Daniel Franz bereits mehrfach im Münchner i-camp die Ergebnisse ihrer Recherche zu Verfahren der Rekonstruktion von historischen Aufführungen vorgestellt.
In ihrem aktuellen Projekt "ERASING CAFÉ M" setzen sich die beiden Theaterkünstler nun erstmals mit einer sehr prominenten Choreografie auseinander: Pina Bauschs "Café Müller" von 1978.
Als stilbildendes Beispiel für die Tanztheaterkunst in Deutschland wurde das Stück über viele Jahre von Pina Bausch selbst getanzt und war weltweit auf Tourneen sowie in Spiel- und Dokumentarfilmen zu sehen.
Sebastian Blasius und Daniel Franz fragen in "ERASING CAFÉ M" nun nach den (Un)Möglichkeiten des Erinnerns dieser Choreografie: Was bleibt, wenn wir uns die Bewegungen versuchen vorzustellen und nachzutanzen? Welche Lücken, welche Löschungen nehmen Gedächtnis und Körper ungefragt vor? Und was erzählen uns die verbliebenen Erinnerungen über unser eigenes Verhältnis zu Vergangenem? Was bleibt bestehen und was ist vielleicht schon immer oder für immer verschwunden?
Gemeinsam mit Ihrem Team aus den TänzerInnen Yaara Dolev, Joris Camelin und Maya Weinberg, dem Zeichner und bildenden Künstler Ralph Ziervogel und dem Hörspielmacher Christoph Korn, wollen Sebastian Blasius und Daniel Franz das Archiv "Café Müller" durchqueren und behaupten, dass das Archiv allem voran eine Aufgabe hat: Das zu Archivierende durch eine ständige Neuperspektivierung porös zu machen, um es für neue Betrachtungsweisen zugänglich zu machen, was in erster Linie bedeutet, weit über eine bloße Reproduktion "hinaustanzen" zu
müssen.
Choreografie: Sebastian Blasius
Dramaturgie: Daniel Franz
Tanz: Joris Camelin, Yaara Dolev, Maya Weinberg Bühnenbild: Ralf Ziervogel
Ton und Komposition: Christoph Korn
Dauer: ca. 60 Min.
„Erasing Café M“ ist eine Produktion von Sebastian Blasius in Kooperation mit Sophiensaele Berlin.
Gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Fonds Darstellende Künste e.V., Bezirksregierung Köln, Rudolf Augstein Stiftung, KunstSalon Stiftung und Bezirksregierung Oberbayern.
Die Premiere findet mit freundlicher Unterstützung durch i-camp/neues theater münchen statt.

Tickets: € 16.- / ermäßigt € 10.-
Reservierung: 089/650000 (AB) + Online-Reservierung
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