01. - 04. März 2012 / 20:30 Uhr | THEATER-PREMIERE
fuck it square
Eine theatrale Performance von ETA Theater / Gert Neuner
Ist Glück die Abwesenheit von Angst?
In einer Kleinstadt im amerikanischen Mittelwest, im Jahre 2002, kämpfen die Figuren um den Widerschein des Glücks. Gert Neuners neue Produktion mit dem ETA Theater, „fuck it square“ ist eine
Studie über Hybris, Angst und Flucht, und seine Figuren gewinnen oft noch nicht einmal den Scheinkampf.
Dass in unserer von der Elektronik beherrschten Welt die Flucht in die virtuelle Welt ein probates Mittel ist, wissen wir. Dass sich täglich die virtuelle Welt an der realen reibt, wird uns kaum bewusst. Selbst das Navigationsgerät in unseren Autos, das uns bequem durch unsere Stadt führt, macht uns zu orientierungslosen Wesen. Es funktioniert, wir funktionieren.
Ein Mann erschafft eine elektronische Kunstfigur. Seine Frau liebt das Geschöpf der Festplatte, als wär‘s ihr eigenes. Sie bittet ihren Mann, ein „Heranwachs“-Programm zu schreiben. Das Kind wächst und gedeiht, und Mutter und Sohn lieben sich sehr. Der Mann beginnt seinen virtuellen Sohn zu hassen, doch als er ihn auslöschen will, entdeckt er, dass seine Frau das Programm bereits millionenfach kopiert hat…
Regie: Gert Neuner
Kostüme: Kathi Pilz
Maske: Robert Jakob, Markus Klein
Mitwirkende: Robert Erby, Katharina Friedl, Hannes Liebmann, Ari Mog, Gert Neuner, Joachim Vollrath, Alison Welles, Antoinette Wosien
ETA THEATER
Das ETA Theater produziert seit 1983 unter der Leitung von N. G. Neuner experimentelle Theaterprojekte. Dabei werden Raum, Form und Inhalt, Bewegung, Sprache und Ton als gleichwertige künstlerische Mittel eingesetzt. Die Stücke entstehen auf der Basis eines vorgegebenen Konzepts durch Improvisation.
Die Konzeption ist filmisch geprägt. Schnitt, Gegenschnitt, Rückblende, Zeitlupe und Zoomtechnik werden zu einem Theaterabend komponiert, der mit grotesker Übersteigerung und der Verknappung sprachlicher und szenischer Mittel arbeitet. Komische Elemente verhindern, dass die wiederkehrenden apokalyptischen Mechanismen in melancholischen Weltschmerz kippen.
Im Verlauf der Proben verdichtet sich der Stoff mehr und mehr auf seine Grundelemente, bis die wesentlichen Schnittpunkte der Erzählung übrig bleiben.
N. G. Neuner untersucht „virtual reality“ und deren Berührungspunkte mit dem Theater.
‚fuck it square’ findet mit freundlicher Unterstützung durch Stadt und Kunst e.V. und i-camp/neues theater statt.
Tickets: 16.- / ermäßigt 10.-
Reservierung: 089/650000 (AB) + Online-Reservierung
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