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11. - 22. Januar 2012 / 20:30 Uhr | PREMIERE! Keine Vorstellungen am 16./17. Januar

Heiratsmarkt
21. Stunde (Verwaltungsperformance) von Holger Dreissig


In der 18. Stunde ging es um Revolution, in der 19. Stunde um Evolution und in der 20. Stunde, welche Rolle Parasiten dabei spielen. In der 21. Stunde wird es um Reproduktion gehen.

Ein Ausgangspunkt für dieses Stück ist die reale Erschütterung unseres jüngsten Mitarbeiters (26) darüber, dass die meisten seiner Kommilitonen (nicht BWL-Studenten!) Liebesbeziehungen mit Geschäftsbeziehungen gleichsetzen und unterstellen, dass beide denselben Prämissen gehorchen.
Liebe ist ihnen gar nicht mehr anders denkbar, die Partnerwahl ist größtenteils von ökonomischem Kalkül beeinflusst.
„Wenn der dann ’nen Bauch bekommt und fett wird, sag ich, hey das ist aber nicht das, was ich gekauft habe!“

Arbeitsthese:
Ob dicke Kohle, schnelle Boliden, protzige Statussymbole oder Schönheits-OP – alles hat einen banalen Hintergrund: es geht darum, der Gockel mit dem prächtigsten Gefieder zu sein oder das geilste Bunny, um sich so für die Ehe zu empfehlen.
Alles Marketing, alles Heiratsmarkt. Es darf auch ein ‚I’m so sad and lonely’ sein, aber man muss sich auf eine Art präsentieren, die sexy ist: Bewundere mich, nimm mich, kauf mich, fick mich (oder ich dich).
Man soll angefixt und abhängig werden, konsumieren. Im Mittelpunkt des Lebensinteresses steht das persönliche Vorankommen, der Marktwert, um sich als gute Partie zu empfehlen, die beste Partie zu machen und schließlich im sicheren Hafen der Ehe zu landen und sich fortzupflanzen. Wie kann denn das sein, dass der schönste Tag im Leben (einer Frau) völlig durchgeplant und alles kalkuliert ist?

Die Verwaltung von Liebe, ein Kuhhandel. Das Pornografische der Selbstanpreisung, die zunehmende Komplettanpassung und damit einhergehende Langeweile wollen wir zum Thema machen und auf die Struktur dieses Stückes übertragen.


VERWALTUNGSPERFORMANCES
Der auf 24 Teile angelegte Zyklus entsteht seit 1992. Haben sich die ersten drei Stunden direkt mit Verwaltung befasst und in Verwaltungswelten gespielt, geht es seit der vierten Stunde hauptsächlich darum, was sich nicht verwalten lässt. Verwaltungsperformance beschäftigt sich mit Formzwängen, in die unser Le¬ben gepresst ist (gesellschaftliche Regeln, kultureller Kontext, Logik, Sprachgebrauch, Tabus, Mode etc.) und begibt sich dadurch auf die Suche nach dem, was sich der Verwaltung entzieht (unmittelbare Körperlichkeit, Wahn, Tod, Traum, Schmutz, ekstatische Zustände usw.).
Verwaltungsperformance ist ein theatrales „Forschungsprojekt“ und reflektiert Theater mit Haltung und Humor.


Mit: Muriel Aichberger, Holger Dreissig, Lilian Müller, Ben Lange, Eyreen Prochnow
Lichtdesign: Susanne Koch
Coaching: Matthias Hirth
Texte, Regie, Bühne, Kostüme: Holger Dreissig

„Heiratsmarkt“ findet mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und i-camp/neues theater münchen statt.


Tickets: 16.- / ermäßigt 10.-
Reservierung: 089/650000 (AB) + Online-Reservierung



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i-camp / neues theater münchen, Entenbachstr. 37, 81541 München
FON: 089 / 650000 (AB), FAX: 089 / 654325, info@i-camp.de