01. - 02. Februar 2011 / 20:30 Uhr | Wiederaufnahme
Catching a Big Fish
Tanzperformance von Monica Gomis
Rätselei in Rosa
„Theoretischer Überbau hin oder her: Der Abend im i-camp macht schlicht Spaß, weil sich jeder Zuschauer seinen Reim auf die Bühnengeschehnisse machen kann. Eine Frau mit weißblonder Perücke wird ermordet. Man kennt auch den Mörder. Aber schon beim Motiv fangen die Zweifel an.“ Süddeutsche Zeitung, 10.09.2010
Wer suchet, der findet schon was
"Catching a Big Fish im i-camp: Abgefahrene Sinnzertrümmerung" Münchner Merkur, 10.09.2010
Wie viele Möglichkeiten gibt es, eine Geschichte zu erzählen? Was ist eindeutig, was Illusion? Können wir unserer Wahrnehmung – und der der anderen – trauen?
Catching a Big Fish folgt den verschlungenen Pfaden eines Verbrechens, das möglicher Weise nie begangen wurde. Oder doch? Teresa Acevedo, Nuno Lucas, Andreas Albert Müller und Sonja Pregrad sind die tanzenden Protagonisten eines Krimis, der Schritt für Schritt in seine Einzelteile zerlegt wird. Im Spiel mit Bedeutungen und Identitäten wird die Narrativität der Geschichte ad absurdum geführt. Bild-, Text- und Bewegungsfragmente werden dekonstruiert und neu zusammengesetzt.
Auf Basis von Improvisationsarbeit entwickelt Monica Gomis gemeinsam mit ihrem internationalen Tänzerteam das Bewegungsmaterial von Catching a Big Fish. Dabei führt sie die in ‚A Woman with a Plan’ (2009) begonnenen Untersuchungen über das Verhältnis von Körper, Bild, Text und Musik weiter. Besonders interessiert sie sich für die Frage, inwiefern durch die gezielte Veränderung einzelner Elemente einer Performance der Sinnzusammenhang geändert werden kann und welche Auswirkungen eine solche Neuordnung auf die Wahrnehmung von Zuschauern und Performern hat.
Ziel ist es, die vermeintliche Eindeutigkeit von Bedeutungszuschreibungen als Illusion zu entlarven. Dies geschieht durch die Rekombination der choreographischen, sprachlichen und szenischen Elemente der Tanzperformance. Zudem ist Catching a Big Fish ein Stück über die verschiedenen Formen von Überwachung und Beobachtung der eigenen und fremder Person(en).
Idee / Konzept: Monica Gomis
Choreographie: Monica Gomis in Zusammenarbeit mit Teresa Acevedo, Nuno Lucas, Andreas Albert Müller und Sonja Pregrad
Tanz: Teresa Acevedo, Nuno Lucas, Andreas Albert Müller, Sonja Pregrad
Dramaturg. Beratung: Tina Meß
Assistenz: Linda Loebel
Musik: Jason Arigato Kostüm: Robert Kis
Licht: Michael Bischoff
Raum: Monica Gomis, Michael Bischoff, Tina Meß
Grafik: Jorge Galán Liquete
Organisation: Tina Meß, Monica Gomis
Medienbetreuung: Ulrich Stefan Knoll, Tina Meß
Catching a Big Fish“ wird gefördert durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. „Catching a Big Fish“ ist Teil des Residenzprogramms von La Porta (Barcelona) und findet mit freundlicher Unterstützung des i-camp / neues theater münchen statt. Monica Gomis ist Mitglied der Tanztendenz München.
Kartenreservierung
Tickets: 16.- / erm. 10.-
Reservierung: 089/65 00 00 (AB) + tickets@i-camp.de
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