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15. Oktober 2010 / 19:00 Uhr

Künstlerwerkstatt Emotional Body 2. Öffentliche Lesung.

Der Eintritt ist frei.

Für Künstler: Die Künstlerwerkstatt 'Emotional Body 2' besteht aus einem dreitägigen Workshop, geleitet von Lilia Mestre (B). Die Teilnahme ist kostenfrei, Bewerbungen bitte mit einem letter of motivation bis 4. Oktober 2010 an mgomis[at]gmx.de

Für Interessierte: Im Rahmen der Werkstatt findet eine öffentliche Lesung (15.10., 19 Uhr) und ein Showing der Workshopergebnisse mit den Teilnehmern (17.10., 19 Uhr) statt.

English version


Künstlerwerkstatt 'Emotional Body 2', Teil IX der Reihe Body Territories
Der Workshop EMOTIONAL BODY II beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Geräuschen, Objekten und Bewegung und damit, wie man Affekte nachzeichnen kann.
Gearbeitet wird mit der Stimme, vorab aufgezeichneten Audio- dateien, Bewegung und Objekten.
Ziel ist es, Instrumente und Auswertungsmöglichkeiten zu entwickeln/ finden, um Orte und Situationen zu generieren. Die Beziehungen der Teilnehmer zueinander, ihre Interpretationen der Ereignisse und Entscheidungen lassen affektive Landschaften entstehen.

Brian Massumi definiert den Körper als Kombination von Bewegung und Empfindung: “In der Bewegung stellt der Körper eine unmittelbare sich entfaltende Beziehung zu seinem eigenen, nicht präsenten Variationspotential her. Diese Beziehung ist zugleich real und abstrakt.“.

Gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmern wird Lilia Mestre den folgenden Fragestellungen nachgehen: Wie kann man herausfinden, was in dem Moment mit uns geschieht, in dem wir uns auf etwas beziehen? Wie interagieren Menschen mit dem Anderen, ihren Erinnerungen, Projektionen und ihrer Neugierde? Wie beeinflusse ich Dich und Du mich?
Um daran zu arbeiten, werden wir uns auf die Stimmhaftigkeit von Objekten konzentrieren, die als Impuls für unsere Kreationen dienen. Die Menschen sind permanent von visuellen Stimuli umgeben, die unmittelbar und häufig unbewusst in unsere Sinngebung der Welt einfließen. Im Gegenzug dazu scheinen Geräusche nach Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung mit ihnen zu verlangen. Sie können Situationen abwandeln oder radikal verändern und bleiben dennoch zugleich offen für verschiedene Interpretationsansätze. Klänge stoßen Erinnerungen und Beziehungen an und gestalten Zeit und Raum auf nicht-lineare Weise. Die Workshop-Teilnehmer werden an ihrer Wahrnehmung arbeiten und Emotionen nicht als Inhalt sondern als Mittel ansehen, um Bedeutung in Umlauf zu bringen, einen sozialen Körper zu konstruieren und aus dem Rahmen vordefinierter Emotionen auszubrechen.
Ausgangspunkt ist die Konzentration auf den Gedanken, dass Klang und Affekt mit Bewegung und Verhältnissen zu tun haben und dass alles alles beeinflusst.

Weitere Infos zur Lesung / More info about the lecture
Flyer 'Emotional Body 2'
Workshop-Info


Veranstaltungsreihe BODY TERRITORIES
Die Veranstaltungsreihe „Body Territories“ thematisiert das Spannungsfeld von Erinnerungsspuren, Körpergedächtnis und Bewegungskulturen in einer Reihe von Laboratorien und Vorträgen mit international bekannten ChoreographInnen und WissenschaftlerInnen, die den Status des Körpers in den unterschiedlichen Phasen der künstlerischen Kreation befragt.

Wie sieht der Schritt aus, der vom Denken über die Bewegung des Körpers zu seiner tatsächlichen Bewegung führt? Was passiert in dem präzisen Moment, bevor die Bewegung im Körper entsteht, bevor der Körper den Gedanken in einen Ausdruck transformiert? In welchen Zustand versetzt sich der Körper, wenn er auf der Bühne Präsenz erhält? Was passiert mit dem Körper, wenn er im Zustand der Performance bestimmte Bewegungen auf der Bühne zum Ausdruck bringt? Hat das Publikum, das diese Transformationen vom Denken zur Sprache des Körpers auf unterschiedliche Weise rezipiert, Einfluss auf den performierenden Körper? Wie weit geht das Körperbewusstsein und das Wissen des Körpers über seine unterschiedlichen Zustände während der Kreation? Beeinflusst er selbst seinen Zustand? Wie gut können wir durch unsere Körper hindurch kommunizieren und in welcher Qualität teilen wir uns mit? Vor diesen Fragen steht also die Grundannahme, dass Bewegung keine Abstraktion von Gedanken bedeutet, sondern dass Bewegung vielmehr eine „Gedanken-Transformation“ darstellt, die sich auf den unterschiedlichsten Ebenen – emotionalen wie intellektuellen oder (inter-)kulturellen - vollzieht.

Die Veranstaltungsreihe „Body Territories“ ist eine Kooperation der Münchener Tänzerin und Choreographin Monica Gomis mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Monica Gomis lädt jeweils einen internationalen Choreographen zu einer Künstlerwerkstatt (Laboratory) und einen Autor, Wissenschaftler o.ä. zur Lesung (Lecture) nach München ein.

Ideen und Gedanken zu einem speziellen Thema werden an mehreren Veranstaltungstagen in einer Künstlerwerkstatt in Zusammenarbeit mit Münchner Künstlern entwickelt, ausgetauscht und zu Bewegungen des Körpers transformiert. Das Konzept betont die Zusammenführung der ausdrücklichen Bewegung (Choreographie) und des ausdrücklichen Denkens (Annäherung durch einen Schriftsteller, Poeten, Tanz¬theoretiker u.ä. in einer öffentlichen Lesung) an das jeweilige Thema.

Mit ‚BODY TERRITORIES - Laboratory & Lecture‘ entwickelt Monica Gomis eine neue Forschungsmethode, die verstärkt Körperwissen und Emotionen in intellektuelle Prozesse und Konzepte integriert. Dabei soll eine Balance zwischen intellektueller und körperlicher Vorgehensweisen hergestellt werden. Die Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen befruchtet und bereichert die jeweils andere Gattung. Durch die Partizipation bei Laboratory & Lecture können sich Wissenschaftler künstlerischer Erkenntnisse bedienen, um ihre Forschung über Emotionen und Körperwahrnehmung weiterzuentwickeln. Die Münchner Performer- und Tanzszene wird durch dieses neue Konzept angeregt, ebenso ein intensiver Austausch mit Theoretikern und Experten verschiedener Sparten etabliert.

Jedes LAB ist in 3 Module unterteilt: Part 1: Körperarbeit und Entwicklung verschiedener Improvisations-Methoden, auf Basis des theoretischen Inputs der Wissenschaftler. Part 2: Von Übungen und Improvisationen zur Performance. Part 3: Theoretischer Teil: Sammlung der Ergebnisse der Körperarbeit, Lectures & Diskussionsclub, Showing.

Die Veranstaltungsreihe ‚BODY TERRITORIES‘ findet seit Januar 2007 statt. Zum nunmehr neunten Mal lädt die Choreographin Monica Gomis zur Teilnahme an einer Künstlerwerkstatt mit internationalen TänzerInnen, ChoreographInnen und TanzwissenschaftlerInnen ein.



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