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07. - 08. November 2009 / 7. November: 15:00 und 18:00 Uhr
8. November: 11:00 und 15:00 Uhr


Irgendwie Anders
Eine Micro Oper von und für Kinder ab 6 Jahren von Cornelia Meliàn / Micro Oper München.


Süddeutsche Zeitung, 10. November 2009
"(...) 'Irgendwie Anders' nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Cathryn Cave, das 1997 den Unesco-Preis für Kinder- und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz gewann. Das klingt politisch korrekt und vornehmlich pädfagogoisch motiviert, doch die Geschichte (...) stärkt auch die Blühkraft der Fantasie.
(...)
Ob sich allen kindlichen Zuschauern dieser musikpädagogische Part der Geschichte erschließt? Möglicherweise nicht. Doch am Ende, wenn sich alle auf der Bühne zu ihrer Andersartigkeit bekannt haben, lädt die Micro Oper zur gemeinsamen Kissenschlacht. Und so endet alles wieder im Spiel - als angewandte Toleranz."

Was so anders ist an dem kleinen Irgendwie Anders, zeigt auf ebenso überraschende wie liebevolle und sinnliche Weise Cornelia Melian in der musikalisch-performativen Umsetzung des Kinderbuchs von Cathryn Cave, die mit Buch den „UNESCO-Preis 1997 für Kinder- und Jugendliteratur im Dienst der Toleranz“ erhalten hat.

Irgendwie Anders ist – und klingt - in jeder Hinsicht ungewöhnlich. Die Münchner Sängerin, Performerin und Regisseurin Cornelia Melian hat ausgehend von dieser Geschichte ein Theaterstück entwickelt, an dem 15 Kinder zwischen 8 und 10 Jahren mitwirken. Der Chorleiter Yoshi Kinoshita erarbeitet mit den Kindern die Komposition von Juliane Klein. Da stürmt die Pianistin mit zwei Spielzeugautos über die Klaviertasten, die dabei entstehenden Glissandi werden von nervenaufreibenden Klingeln zweier Handys, mit Geburtstagströten und dem Lärm einer Küchenmaschine untermalt – Musik, die eindeutig „irgendwie anders“ ist. Juliane Klein hat eine Musik geschrieben, bei der neben Sprechstimme, Gesangsstimmen und Flügel noch Spielzeugautos, Tischtennisbälle, Regenmacher, Spieluhren, Handys, eine Küchenmaschine und noch so manch andere Dinge mitwirken. Ihre Musik verbindet tonale und atonale Strukturen und sorgt durch charakteristische Leitmotive für einen Spannungsbogen, der das Thema „Anderssein“ für Kinder ebenso einfach wie nachhaltig erfahrbar macht.

Die Kinder steuern Klangbausteine wie lautmalerische Klangflächen, mehrschichtige Sprechchöre, frei erfundene irgendwie-anders-Kreationen, einprägsame Melodien sowie spielerische Mitmachaktionen zum Geschehen bei. Originelle Action verbindet sich mit der zauberhaften Klangpoesie zu einer Mischung, die gerade Kinder im Grundschulalter fasziniert und neugierig macht. „Besonders reizvoll ist für uns, gemeinsam mit einer Kinderchorgruppe das Stück musikalisch, darstellerisch und künstlerisch zu entwickeln und auf die Bühne zu bringen“, erklärt Cornelia Melian. „Oft wird die Neue Musik ja nicht zu Unrecht als abgehoben und deutlich als irgendwie anders empfunden. Die Schwelle, die viele Menschen von der Neuen Musik distanziert, lässt sich beseitigen, indem man sie mit vertrauten, sozialen Themen verbindet. Auch bei uns steht die künstlerische Idee und ihre Umsetzung im Vordergrund, aber die Arbeit mit den Kindern erdet uns auch ganz gewaltig und wird sicher verhindern, dass das Projekt eine Kopfgeburt wird. Für die Kinder kann das Projekt in vieler Hinsicht spannend sein: So ist die Arbeit im Ensemble per se immer ein sozialer Prozess, in dem man Rücksicht und Disziplin aufbringen muss. Man muss zuhören, was um einen herum passiert. Neben der künstlerischen Erfahrung werden bei der Arbeit an Irgendwie anders viele relevante Kompetenzen gefördert, die wichtig für alle Lebenslagen sein können.“

Idee, Konzept, künstlerische Leitung: Cornelia Melian

Es spielen: 15 Kinder, der zaubernde Schauspieler Gaston, die singende Erzählerin Cornelia Melián, die Klavierspielerin Laura Konjetzky

Komposition: Juliane Klein
Bühne, Kostüme: Robert Kis
Leitung Wolfratshauser Kinderchor (Chorstufe 2): Yoshihisa Matthias Kinoshita
Spielleitung: Axel Tangerding
Technik, Licht: Markward Scheck
Postkarte: Regine Heiland (Foto), Robert Kis (Zeichnung)
Grafik: Katja Römer
Making Of: Melanie Stiehl
Medienbetreuung: Pfau PR

Dauer: ca. 50 min.

Kartenreservierung: info@i-camp.de
Eintritt: Erwachsene: 10 Euro / Kinder: 5 Euro / Familienkarte (2 E, 2 K): 20 Euro

Weitere Informationen: www.micro-oper.de

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, den Fonds Darstellende Künste Berlin und die Werkstiftung.



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