23. Mai 2009 / 20:30 Uhr | Programmreihe TENT
Doublefeature von Boris Nikitin (D/CH): 'F wie Fälschung (nach Orson Welles)'
«Als szenisches Nachdenken über die uneinholbaren Versprechen der Illusions- und Lügenmaschine Theater ist das kaum zu überbieten.» · aus: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. April 2009
Orson Welles Doku-, Spiel- und Experimentalfilm „F for Fake" verhandelt mit den Geschichten über Elmyr de Hory (Kunstfälscher) und den Schriftsteller Clifford Irving, (Verfasser einer gefakten Howard Huges Biografie) die Themen Betrug, Täuschung und Magie. Sie durchziehen das gesamte Werk des Regisseurs.
Boris Nikitins Inszenierung und Malte Scholz' Performance „F wie Fälschung (nach Orson Welles)" fragen nach der Zuverlässigkeit dessen, was wir auf der Bühne sehen. Ist nicht die Lüge gerade im Theater immer schon Teil einer stetig ‚Wirklichkeit' produzierenden Maschine? Gibt sich nicht jede Illusion auf der Bühne als Realität und ist nicht zugleich jede Form des Realen oder Authentischen immer nur die Repräsentation ihrer selbst? Im Theater wird immer gelogen und zugleich immer die Wahrheit gesagt. Ist das, was der Performer Malte Scholz sagt und tut wahr?
Das Publikum kann sich trotz der bekannten Codes des Theaters und trotz seines Wissens um die Mechanismen und Techniken der Wahrnehmung nur auf seine Zweifel verlassen.
"Quand on dit la verité, on doit etre executé" · Elmyr de Hory
Konzept, Regie: Boris Nikitin
Darsteller, Texte: Malte Scholz
Dramaturgische Mitarbeit: Kris Merken
Technik: Johanna Seitz
Eine Produktion von Boris Nikitin.
Koproduktion: Festival Plateaux, Mousonturm Frankfurt
Gefördert von: Kulturamt der Stadt Giessen, Hessische Theaterakademie.
Unterstützt durch: Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, Giessen
Die Uraufführung fand am 24. April 2009 auf dem
'Plateaux'-Festival 2009 im Mousonturm (FFM) statt.
Bitte beachten Sie auch: ‚WOYZECK‘ München-Premiere am 22. Mai 2009, 20:30 Uhr
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