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24. - 31. Januar 2009 / jeweils 20.30 Uhr; nicht am 26. Januar! | URAUFFÜHRUNG
„Happy Ending“
Theaterprojekt von Philine Velhagen und Barbara te Kock
Abendzeitung, 27. Januar 2009
"... (...) "... beklemmend, berührend, grotesk und satirisch zugleich - ein gelungener Balance-Akt."
Johanna ist Schauspielerin, und sie kann sich plötzlich keinen Text mehr merken. Aber nicht nur auf der Bühne, sondern auch im wirklichen Leben scheint sie die Fähigkeit verloren zu haben, die passenden Worte zu finden. Vertrautes wird fremd, und Freunde werden zu Feinden. Johanna hat einen Gehirntumor, stellt eine Ärztin fest, und ihr Tod wird kein leichter sein.
Johanna denkt nach und entscheidet sich, die Regie für ihr Ableben einer Organisation für Sterbehilfe zu überlassen. Kurz und schmerzlos, so ist es geplant. Ihre Angehörigen, die auch dabei sein sollen, sind jedoch nicht bereit, dem Tod so nah ins Gesicht zu blicken und versuchen diesen mit allen erhältlichen Mitteln zu verdrängen. Die simple Tatsache, dass alle Menschen sterblich sind, ist noch nicht bis zu ihnen vorgedrungen...
Ein groteskes Szenario, in dem das Für und Wider der Sterbehilfedebatte mit all seinen seltsamen Blüten, von der Sterbemaschine bis zur Rentner-Kaffeefahrt nach Zürich, mitunter bitterböse abgehandelt wird.
Die Idee zu diesem Projekt wurde angeregt durch die aktuelle Berichterstattung über die Schweizer Sterbeorganisation „dignitas“ und über einen obskuren Selbsttötungsapparat von Roger Kusch, dem ehemaligen Hamburger Justizsenator.
Es beleuchtet die Verdrängung des Todes in unserer Gesellschaft und stellt die Frage, wie weit Selbstbestimmung gehen darf.
Konzept/Regie: Philine Velhagen und Barbara te Kock
Text: Barbara te Kock
Mit: Anastasia Papadopolou, Susanne Schröder, Andreas Herzog und Martin Müller
Eine Produktion von velhagen/tekock, gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und dem Kulturamt Köln.
Tickets: 16.- / ermäßigt 10.-
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