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07. - 18. Januar 2004 / jeweils 20.30 Uhr nicht am 12. und 13.01.
Theater Zart & Zorn
"Schlachterplatte und Affenmaske"
Ein Märchen aus der Gegenwart
"ICH FÜRCHTE, DIE TIERE BETRACHTEN DEN MENSCHEN ALS EIN WESEN IHRESGLEICHEN, DAS IN HÖCHST GEFÄHRLICHER WEISE DEN GESUNDEN TIERVERSTAND VERLOREN HAT, ALS DAS WAHNWITZIGE TIER ..." (NIETZSCHE).
Unser Leben ist zunehmend von harten Gegensätzen zwischen Idee und Interesse geprägt: moralische, politische und soziale Wertvorstellungen orientieren sich immer noch an den Maximen der Aufklärung - Freiheit und Souveränitaet des Individuums, Menschenwürde und Emanzipation. Der Körper hingegen erfährt eine Dressur durch seine Ökonomisierung und Enteignung. Ein ganzes Netz an Regulierungen lässt ihn zu einer funktionalen Maschine mutieren. Es gelten die Gesetze der ökonomischen Verwertbarkeit, so hat die Bedeutung des menschlichen Körpers und seiner Verfügbarkeit erheblich zugenommen: Gesundheit, Hygiene, Sexualität, Schönheitsvorstellungen sind Gegenstand "biopolitischer" Regulierungen geworden.
Parallel zu den menschlichen Emanzipationsbewegungen hat sich eine Tierrechtsbewegung etabliert: tierische Fähigkeit zum Leiden, tierische Formen des Bewusstseins, tierische Kultur wird nicht länger geleugnet. Der Mensch verliert seine Sonderstellung, das Tier wird zum Mitgeschöpf, das nicht länger missbraucht, gequält und getötet werden darf. Soweit die Idee. Doch wirtschaftliche Interessen bestimmen de facto das Verhältnis zwischen Mensch und Tier:
Die US-Fleischindustrie hat 2002 zehn Milliarden Vögel und Säugetiere getötet. Die groteske Auseinandersetzung der vergangenen Monate um die industrielle Hühnerhaltung in Deutschland belegt: für ein billiges Ei billigen wir die grausamsten Formen von Tierquälerei.
Was passiert in einer Durchschnittsfamilie, wenn das Andere, das Fremde in Gestalt einer jungen Frau ueber sie hereinbricht? Wie verändert sich menschliche Kultur, wenn sie tierischer Kultur begegnet, und diese nicht einfach ausgrenzen kann? Woher nimmt der Mensch das Recht, seine Mitgeschöpfe als biologische Maschinen zu missbrauchen?
Es spielen: Joel-Bela Harmsen, Christian Hoenning, Petra Hofmann, Bettina Ullrich.
Stück und Inszenierung: Emmanuel Bohn
Theater Zart & Zorn in Kooperation mit dem i-camp/Neues Theater München
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