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11. - 12. März 2005 / jeweils 20.30 Uhr

"friss und flieh"
Tanz- und Sprachperformance
von falschtanztheather


Eine Versuchsstation in einer späteren, zukünftigen Zeit. Zwei Menschen. Man existiert. Und so sieht auch die Umgebung aus, ein Raum, eine virtuelle Parzelle.
Das Nötigste ist vorhanden. Gefühle kennen die beiden Menschen nicht. In ausgewählte Stimmungen kann man sich täglich einwählen. Aber es existieren noch Listen aus anderen Zeiten, flüchtig festgehaltene Gefühle, was man darunter verstanden hat, wie man sich verhalten hat.

Ein Versuchsfeld ist entdeckt. Keine Ahnung von der Qualität tatsächlicher Gefühle läuft beim Nachahmen alles auseinander. Bewegung, Sprache und deren Rhythmus verschieben sich. Das sich Ausprobieren in Gefühlen kreiert gewisse Schwierigkeiten...

Aktionen scheinen wie eine künstliche Nachahmung oder werden viel zu schnell abgespult. Doch einmal darauf eingelassen, wächst auch die Neugier und eine Ahnung nach dem, was echt ist. Die gebremste Zeit der Zeitlupe bringt zum Vorschein, was den beiden verwehrt scheint: Echtheit ­ doch die ist nur im Film.

Ausgehend von Paul Virilios These des "rasenden Stillstands" im letzten Jahrhundert findet sich in "Friss und Flieh" das Thema Beschleunigung auch in diesem Jahrhundert wieder. Nach Gerhard Schulzes "Die beste aller Welten" befinden wir uns ungehindert im Rausch der Steigerungsspiele. Doch wohin lässt sich das Leben noch steigern und inwieweit kann der Körper da mithalten?

Wenn Sprache und Bewegung auseinander driften, sich verschieben, weil die eine dem anderen viel zu schnell geworden ist, wie sieht dann menschliche Kommunikation noch aus? Können Emotionen dann noch als "echt" erlebt werden oder sind Sprache und Bewegung längst zu leeren Hüllen geworden, die zwar rein äußerlich zu stimmen scheinen, aber nicht mehr fähig sind, wirkliche Gefühle zu transportieren?

Zur Arbeitsweise von Alexandra Rauh/Stella My
Wir begreifen unsere Arbeit als eine Suche nach neuen Formen des Umgangs mit der Körper(-sprache), der Sprache, dem Bild, der Musik und dem Licht. Unsere Arbeit ist deshalb niemals eine Reproduktion oder Inszenierung bereits vorhandener Stücke und Choreografien. In den Inszenierungen stellen wir uns bestimmte Fragen zu Themen, die uns unter den Nägeln brennen. Die Arbeit ist einen beständige Suche nach neuen Wegen und Experimenten mit dem Medium Theater und Tanz.

Seit ungefähr zwei Jahren planen wir unsere Projekte gemeinsam. Die Zusammenarbeit ist die Konsequenz der gemeinsamen künstlerischen Arbeitsansätze. Alexandra Rauh hat ihren Hintergrund aus dem Tanztheater und Stella My aus dem Bewegungstheater.

Konzept, Choreografie, Regie, Bühne: Alexandra Rauh/ Stella My
DarstellerInnen: Juliette Villemin, Norbert Mesmer
Lichtgestaltung: Britta Mayer
Technik: Stephanie Lengle


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