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07. - 12. Juli 2006 / jeweils 20.30 Uhr; nicht am 8.-10.07.

Judith Egger:
Vor der Imago - die letzte Häutung.
anschwellen, aufbrechen, platzen, durchschlüpfen, aushärten, schrumpfen


Träumen wir in unseren Kokons nicht alle davon, zum Schmetterling zu werden? Uns endlich frei zu entfalten? ... Bei einer Weißwurst schwer vorstellbar. Doch was ist der Mensch anderes als eine Menge Wasser, zusammengehalten von einem Hautsack?

In vielen ihrer Arbeiten als bildende Künstlerin beschäftigt sich Judith Egger mit Prozessen des Wachsens, Werdens und der Verwandlung. Das Stück VOR DER IMAGO - DIE LETZTE HÄUTUNG ist eine Fortsetzung dieser Auseinandersetzung. In einem zum alchemistischen Labor aufgebauten Tableau versuchen sich sieben Adepten mit den Mitteln von Musik, Sprache und Kunst aus einengenden Kokons, Häuten, Konventionen, Lebenskonzepten zu befreien, um neue Ausdrucks-formen zu schaffen.

Die Bühne wird zum Ort brodelnder, zischender und stinkender Metamorphosen: Zwei Musiker hängen als Riesentropfen von der Decke ­ wie schaffen sie es, sich aus ihren Kokons herauszuspielen? Ein Dichter fällt aus der Rolle - kann er sich über die Sprache hinaus entwickeln? Eine Frau kämpft sich durch den Verdauungsgang - oder ist es eine Wursthaut? Ein Schlagwerk rumpelt im Uterus. Ein Paar probt die Vereinigung im Elektrolysebad. Eine Laborantin knetet und backt in reiner Handarbeit die schönsten Homunkuli ...

Die Dramaturgie folgt den Arbeitsschritten, welche die Alchemie zum Gelingen des "Großen Werks" vorschreibt - der Herstellung des Steins der Weisen. Unterschiedliche Farbstimmungen zeigen die Phasen des Transformationsprozesses an. Den Schmelz- und Destillationsvorgängen auf der stofflichen Ebene entsprechen Läuterungs-prozesse auf der geistig-seelischen. Gelungen ist das Werk, wenn es den vermeintlichen Gegensatz von Geist und Materie überwindet. Ob dies den Adepten gelingt, bleibt jedoch offen.

Imago
Die Imago steht in der Zoologie für das letzte Stadium der vollständigen Metamorphose eines Insekts: 1. Larve, 2. Puppe, 3. Imago. Ziel der Imago ist die Fortpflanzung mit Hilfe der zuvor erworbenen Energiereserven.

Weitere Informationen zu Judith Egger: www.judithegger.com

Konzept und Regie: Judith Egger
Schauspiel: Martina Bieräugel (Kopfprojektion & Elektrolysebad), Ute Hagelstein (Viola & Verdauungsgang), Udo Schindler (Bassklarinette, Saxophon & Elektrolysebad), Hannes Schmidt (Dichter in der Rolle), Erwin Rehling (Schlagewerk), Theräs Reich (Rechte Hand der Alchimistin), Inge Vogt (Alchemisitin)
Licht: Rainer Ludwig
Ton: Peer Quednau
Kostüme & Bühne: Teräs Reich
Sonstige freie Mithilfe: Anja Gerscher, Kenny Kellem u.a.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und das i-camp.


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