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16. Juli 2006 / 20.30 Uhr
Konzertreihe: Morton Feldman
PIANO, VIOLIN, VIOLA, CELLO - 1987
Sabine Liebner (Piano) Muriel Cantoreggi (Violine) Kelvin Hawthorne (Viola) Bridget MacRae (Violoncello) (Münchner Erstaufführung)
Morton Feldman (1926 - 1987) gehört unbestritten zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Kompositionsarbeit beschritt er völlig neue Wege und stellt somit eine singuläre Erscheinung im Musikleben des vergangenen Jahrhunderts dar.
Mit der Aufführung des 1987 entstandenen Werkes für PIANO, VIOLIN, VIOLA, CELLO wird die von Sabine Liebner im i-camp/ neues theater münchen initiierte Konzertreihe fortgesetzt, in der späte Werke Morton Feldmans zu einer Münchener Erstaufführung gebracht werden (1999: FOR PHILIP GUSTON, 2000: Triadic Memories, 2001: For John Cage, 2002: Patterns in a chromatic field, 2003: for bunita marcus, 2004: Palais de Mari, Piano, Spring of Chosroes, 2005: Trio for violin, cello, piano).
"Bei Feldmans Komposition für Piano, Violin, Viola und Cello vom 28. Mai 1987 handelt es sich um das letzte Werk, das vor seinem Tod im September 1987 entstand.
Auch Feldmans letzte Komposition steht zwischen den Kategorien, insofern sie von analytischen Entscheidungen bestimmt, aber nicht im voraus durchkonstruiert ist. Feldman trifft seine Entscheidungen, während er arbeitet auf Grund von analytischen Beobachtungen, er denkt, während er schreibt. Auch für diese Komposition gilt, dass sie weder mit Ihrer Konstruktion, noch mit ihrer Oberfläche zusammenfällt, sondern eine "Verwirrung zwischen Material und Konstruktion und eine Verschmelzung von Methode und Anwendung" darstellt die "schwierig zu kategorisieren" ist. Eine poetisch-philosophische Formulierung dieser Haltung hat ihm Beckett mit seinem Text zu "Neither" geschrieben, der darauf verweist, dass es nur ein "Dazwischen" als "Weder" ohne Möglichkeit eines endgültigen Verständnisses der zugrundeliegenden Gegensätze gibt. (...)
Der von Anfang bis Ende homogene Verlauf der Komposition Piano,Violin, Viola und Cello stellt einen Neuansatz dar, den Feldman bewußt gewählt haben muß, da er ihn von Anfang an konsequent durchführte, den er aber nicht mehr weiterverfolgen konnte. Es handelt sich um eine Akkumulation des im Verlauf eingesetzten Materials zu einem immer größer werdenden Vorrat einzelner Klangfiguren. Daneben ist der Satz des Stückes vor allem dadurch geprägt, dass Klavier und Streicher über weite Strecken auf engem Raum zusammengeführt sind. (...)" Nach: Neither, Sebastian Claren
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst
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