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07. - 09. April 2006 / jeweils 20.30 Uhr

a body within
Tanzperformance von Sabine Glenz


Seit vielen Jahren gehört Sabine Glenz zu den herausragenden Tänzerinnen in München. Ihre außerordentliche Präsenz und Dynamik brachte sie bereits in die Produktionen von Micha Purucker, Lynda Gaudreau, Felix Ruckert, Ginette Laurin und vielen anderen ein. Als Choreografin geht sie seit 2004 ihren eigenen künstlerischen Weg und bringt damit ganz neue Impulse in die Münchner Tanzszene.

Ursprung ihres neuen Stücks ist eine siebenminütige Videosequenz, die die Künstlerin im Frühjahr 2002 in einem Hotelzimmer gedreht hat. Ausgehend von diesem privaten Videomaterial setzt sich die Arbeit mit der Zweigleisigkeit auseinander, die unseren Umgang mit Anderen prägt: das Dilemma, das entsteht, weil wir einerseits bemüht sind, nichts von uns preiszugeben, gleichzeitig uns aber danach sehnen, erkannt und verstanden zu werden. Der emotionale Zwischenbereich einer in der Schwebe gehaltenen Situation wird mit geschaffen durch das beeindruckende Soundscape von Robert Merdzo. Musik und Bewegung "infiltrieren" sich gegenseitig so, dass die Essenz einer Emotion oder einer inneren Haltung sichtbar wird.

Die bisherige Arbeit von Sabine Glenz zeichnet sich durch außerordentliche Klarheit in der Bewegungssprache und eine faszinierende Sensibilität für Zwischentöne aus. Mit reduziertem und konzentriertem Bewegungsmaterial in komplex choreographierten Sequenzen stellt Glenz das Situative und Atmosphärische einer Live-Performance in den Mittelpunkt. Sie läßt sich ganz auf den inszenierten Moment ein, aber nur, um dahinter zu blicken. "Dahinter" und "Dazwischen" erforscht die Choreografin das jenseits des direkt Gesagten Liegende, den Zwischenbereich des Nicht-Eindeutigen, des nicht inszenierten Augenblicks. Eine Figur durchwandert temporäre Szenenfelder, die momenthaft aus Licht, Video und Sound entstehen. Sie legt eigene darstellerische "Schutzmechanismen" ab und zoomt an das Geschehen heran - auf der ständigen Suche nach der Lücke. Die Form entsteht aus Reduktion, jedoch nicht im Sinne eines Weglassens, sondern vielmehr eines Hervorhebens. Das Herausschälen aus dem Überflüssigen der Bedeutungsübermittlung gibt zuletzt das preis, was sich dahinter verbirgt: den (eigenen) unausgestellten Körper, der nicht mehr und nicht weniger darstellt als das, was er ist. Es entsteht Intensität statt Illustration.

Konzept, Choreographie: Sabine Glenz
Sounds: Robert Merdzo
Licht, Raum: H.P. Boden
Tanz, Visuals: Sabine Glenz
PR: Heidi Wilm

Mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München, des Fonds Darstellende Künste, sowie des Bayerischen Landesverbandes für Zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.


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