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23. März - 01. April 2006 / jeweils 20.30 Uhr; nicht am 25., 27. und 28.03.

Die Bairishe Geisha
Sasameyuki ­ Die Schwestern Makioka
Nach einem Roman von Junichiro Tanizaki


Die Bairishe Geisha, eine der skurrilsten Erscheinungen der gegenwärtigen Münchner Theaterszene und aktuell für "wundersame Publikums-Verzauberungen" mit dem AZ-Stern des Jahres 2005 ausgezeichnet, präsentiert ihr neues Stück "Sasameyuki ­ Die Schwestern Makioka". Das Stück geht auf den gleichnamigen Familienroman des japanischen Schriftstellers Junichiro Tanizaki zurück. Da das Buch vergriffen ist, sieht die Bairishe Geisha nur eine Möglichkeit, ihre Begeisterung für das Werk mit einem größeren Publikum zu teilen: in Form einer inszenierten Lesung.

Die Schwestern Makioka
Irgendwo zwischen Thomas Manns "Buddenbrooks" und den "Drei Schwestern" von Anton Tschechow angesiedelt ist der Familienroman "Die Schwestern Makioka" des japanischen Schriftstellers Junichiro Tanizaki, der im 20. Jahrhundert als einer der beliebtesten Autoren von Gesellschaftsromanen in Japan galt. Seit die Bairishe Geisha vor Jahren zufällig auf dieses Werk gestoßen ist, gehört der Roman zum festen Sortiment der "Kopfkissenbücher". Wegen seiner charismatischen Titelheldinnen lässt das Buch die Bairishe Geisha seitdem nicht mehr aus seinem Bann. Die Geschichte der Töchter einer ehemals einflussreichen Familie spielt am Vorabend des Zweiten Weltkrieges in der Gegend von Osaka und verhandelt vor dem Hintergrund der persönlichen Schicksale grundlegende Fragen der japanischen Gesellschaft: die Rolle der Frau, Tradition und neuzeitliche Sitten, Kulturvernetzung, Familienplanung, ausgrenzende Krankheiten, Umweltkatastrophen und vieles mehr.

Die Bairishe Geisha
Geishas waren einst volkstümliche Unterhalterinnen, begehrte Geschöpfe der Vergnügungsbranche, dann stiegen sie auf zu stilbildenden Kunst-Frauen und wurden schließlich zu Symbolen der japanischen Kulturtradition. "Die Bairishe Geisha", ein dreiköpfiges Zauberwesen aus den Münchner Performerinnen Judith Huber, Marianne Kirch und Eva Löbau, bereichert seit 1998 auch die heimatliche Kultur um die Dienstleistungen der Geisha.

Ebenso versiert in Schauspiel wie in Gesang und an altbayerischen Instrumenten, bietet die Bairishe Geisha - die immer als Triptychon "Mama mit ihren beiden Töchtern" in Erscheinung tritt ­ in skurrilen Mischungen aus traditioneller Volksmusik und japanischen Zeremonien Vorstellungen, die von einem Crossover aus Stilen, ironisch gebrochenen Bildern und textlich subtilen Doppeldeutigkeiten geprägt sind, die ebenso an Karl Valentin wie an Herbert Achternbusch erinnern.

Homepage der Bairishen Geisha: www.diebairishegeisha.de

Konzept und Realisierung: Judith Huber, Marianne Kirch, Eva Löbau
Bühne: Markus Grob
Kostüm: Detlev Diehm
Licht: Igor Belaga


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