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24. - 25. Februar 2007
Micro Oper München:
play away
Mit Cornelia Melián (Stimme), Sabine Liebner (Klavier) und als Gast Mathis Mayr, Cello.
Markus Schmitt "Play away" (2007, Auftragsarbeit der Micro Oper)
Ernst Bechert "Die Finalistinnen" (UA)
Carola Bauckholt "Der gefaltete Blick" (1984)
Zwei Frauen - eine singend, eine am Klavier. Zwei Frauen - beide parlierend, gackernd, wispernd. Zwei Frauen - an winzigen Toypianos Tasten schlagend oder Kaktusstacheln zupfend als sei es eine Harfe: Das alles und noch viel mehr ist die Micro Oper München mit Cornelia Melián (im Hauptberuf Sängerin) und Sabine Liebner (vornehmlich am Flügel). Seit 15 Jahren besetzen sie virtuos und mit unnachahmlichem Witz eine Nische zwischen Theater und Musik, oft in eigens für sie gestalteten Räumen und Kostümen, ebenso minimalistisch in den Mitteln wie maximal in der Wirkung. Satie oder Cage, Schlager oder Schönberg, Messiaen oder Weill, zunehmend auch Uraufführungen stehen im Zentrum ihrer Programme. Und jede Arbeit ist etwas Neues, Originelles, so noch nie Gehörtes und Gesehenes.
Für ihr neuestes Projekt haben Cornelia Melián und Sabine Liebner drei Stücke unter dem dezidierten Motto "Spiel" kombiniert und verbinden die verschiedenen Formen des Miteinanderspielens durch eigene Improvisationen: Carola Bauckholts "Der gefaltete Blick" aus dem Jahr 1984, die Uraufführung "Die Finalistinnen" von Ernst Bechert und "Play away" von Markus Schmitt, eine Auftragsarbeit der Micro Oper. Vor allem für das stille, mit einer Fantasiesprache auf der Grenze von Musik und Geräusch operierende subtile Rollenspiel von Carola Bauckholt haben sich die beiden Musikerinnen mit Mathis Mayr einen Cellisten dazugeholt, der als männlicher Widerpart in einen differenzierten Dialog mit den beiden Frauenstimmen tritt eine Sängerin und eine Sprecherin.
In "Play away" denkt Markus Schmitt das virtuose Sprachspiel Gertrude Steins um to-day-every-play-away aus dem Jahr 1909, "die poröse Textur, die für individuelle Assoziationen und Deutungen durchlässig bleibt", also die musikalische "Klangsprache" der Sprachartistin in unterschiedlichen Sätzen musikalisch und szenisch weiter. Und auch ihm geht es nicht um das Was, sondern das Wie der Kommunikation ob im Schwingen von Tennisschlägern, mit quietschenden Fingerkuppen auf Klaviersaiten oder lustvollem Ploppen von Lippen.
Dazwischen aber heißt es "Alles oder Nichts" in einem Duett respektive Duell zweier "Finalistinnen", die unter den Augen eines souveränen Schiedsrichters und eines fachkundigen Kommentators aus dem Off an ihren Toypianos zur Höchstform auflaufen, mit offenem Ausgang freilich ...
Cornelia Melián - Stimme, Toypiano, Blockflöte
Sabine Liebner - Klavier, Stimme, Toypiano, Gläser
Mathis Mayr - Cello, Spielzeug, Pfeifen
Axel Tangerding - Inszenierung, Licht
Mark Späth - Raum, Kostüme
Micro Oper - Idee und Durchführung
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