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23. Januar - 03. Februar 2008 / jeweils 20.30 Uhr; nicht am 28. und 29.01.
Holger Dreissig:
"19. Stunde: Affentheater"
Ein Gerichtsdrama
Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2008
"Kühn und versponnen."
Nach unserem programmatischen Revolutionsstück "Nähkästchen" streichen wir folgerichtig den Buchstaben R (für Recht) aus Revolution und landen bei der Evolution.
"Ich werde ihn das Höllenfeuer erleiden lassen. Es erlaubt weder zu leben noch zu sterben und öffnet dem Menschen die Augen. Darüber sind 19." [74. Sure des Korans]
Mit Affentheater wollen wir das ohnehin sehr theaterhafte Filmgenre Gerichtsdrama ins Theater zurückholen. Dabei interessieren uns weniger die im Nachmittagsprogramm beliebten Gerichtsshows, als vielmehr Inquisitionsgerichte, kommunistische Schauprozesse oder die Selbstbezichtigungsrituale südafrikanischer Wiedergutmachungs Kommissionen und nicht zuletzt das plakative amerikanische Rechtssystem. Dabei nehmen wir den Begriff Prozess (als Transformation) wörtlich, treiben die Wahrheitsfindung auf die Spitze und ins Groteske.
Die 19. Stunde spielt in naher Zukunft. Eine der 23 reichsten Familien Deutschlands macht sich selbst den Prozess. Angeklagt sind die drei Söhne. Ein peinlicher Vorfall erschüttert die Grundfesten der gottgegebenen Ordnung dieser Dynastie. Das goldene Zeitalter des obszönen Reichtums geht zu ende und wird noch einmal beschworen. Die Zuschauer werden Zeugen einer aberwitzigen Gerichtsverhandlung, die unerwartete Wendungen bereit hält.
Schöne Grüße aus Madagaskar. Die Affen können hier sprechen, aber sie sagen nichts, weil sie wissen, dass sie sonst arbeiten müssten: SchAffen, RAffen und AbschlAffen. Ein Stück über den Fundamentalismus in uns allen.
Holger Dreissig
Geboren 1965 in Frankfurt am Main, lebt in München und Berlin. Er arbeitet im In- und Ausland als bildender Künstler, Autor und freier Regisseur. Seit 1992 entsteht der 24-teilige Zyklus 1. - 24. Stunde (Verwaltungsperformance).
1995 gründete Holger Dreissig die "Scheinfirma 30" und als eines ihrer Produkte die JEANSGRUPPE, die bereits auf zahlreichen Festivals zu sehen war.
Mit: Alexander Adler, Muriel Aichberger, Hans Clemen, Gabriel Marrer, Eyreen Prochnow und H.30
Regie / Texte: Holger Dreissig
Lichtdesign: Susanne Koch
Coaching: Matthias Hirth
Bühne / Kostüme: Holger Dreissig
Fotos / Kamera: Edward Beierle
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München
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