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01. März 2007 / 17.00 Uhr
Tanzplattform MADE IN BAVARIA
"meinland" von Philip Bergmann
und "Island" von Stefan Dreher
Teil 1: "meinland" von Philip Bergmann
Die Suche nach der Substanz in den Dingen: Bestreicht man Tonschalen mit einer speziellen Glasur, die langsamer abkühlt als der Ton, dann entstehen Risse. Die kann man hören. Doch das Knacken der Tonschalen ist nicht kontrollierbar. Langsam lässt die Dichte der Geräusche nach, der Vorgang mündet in der Stille. Dieser spannungsvolle akustische Prozess bildet den klanglichen Ereignisraum für "meinland", die erste Zusammenarbeit zwischen dem Choreografen Philip Bergmann und dem bildenden Künstler Ladislav Zajac. Sparsam, auf das Wesentliche konzentriert, agieren in "meinland" die Tänzerinnen Nefeli Skarmea und Sonoko Hashimoto und werden zum Resonanzboden für die eigenen Gedanken und Gefühle. Island, wo Philip Bergmann bei der Icelandic Dance Company engagiert war, inspirierte ihn. Zu choreographieren begann er als Tänzer am Staatstheater Nürnberg, seit 2005 ist er freischaffend. 2006 wurde sein Stück Minus Zero beim Internationalen Solowettbewerb in Stuttgart ausgezeichnet.
Teil2: "Island" von Stefan Dreher
Eine Insel gab auch Stefan Drehers "Solo für zwei" seinen Namen. Hier waren es die einsame Weite und Verlorenheit im scheinbar unendlichen Raum, die den Münchner Choreografen zu seinem "Solo für einen" und das Duett für Katja Dreyer und sich selbst anregte. Doch nicht die Natur und ihre Mythen spielen in "island" eine Rolle. In Stefan Drehers Vorstellung von Island nimmt eine Idee von Milan Kundera Gestalt an, nach der uns nur eine bestimmte Anzahl von Gesten und Bewegungen zur Verfügung steht, die sich mal in diesem, mal in jenem Menschen materialisieren können. So kann uns eine Geste berühren und wieder in einem anderen auftauchen. Vielleicht ist eine perfekte Bewegung darunter, von der Samuel Beckett sagt: "Eine perfekte Bewegung fängt da an, wo sie aufhört." Island die Vorstellung, in der endlosen Weite allein zu sein, unsterblich. Was bleibt, sind Bewegungen, Gesten, die lebendig werden und das Leben in uns bestimmen.
Tanzplattform "Made in Bavaria"
1. bis 3. März 2007 in München
Regionale Plattform für Tanz ausgewählte zeitgenössische Tanzproduktionen aus Bayern
In vielen bayerischen Städten sind aktuell und in den letzten Jahren interessante künstlerische Tanzproduktionen entstanden. Eine Auswahl der spannendsten Arbeiten wird vom 1. bis 3. März 2007 auf der regionalen Plattform "Made in Bavaria² in München präsentiert. An drei Tagen werden in München elf Künstler/Kompanien in der Muffathalle, dem Ampere, dem i-camp und der Galerie Behringer gezeigt. Erstmals wird wieder überregionale bzw. internationale Aufmerksamkeit auf in Bayern entstandene Tanzproduktionen gerichtet und dem Publikum ein Überblick über die Vielseitigkeit des zeitgenössischen Tanzschaffens in Bayern gegeben. Zudem werden sowohl nationale als auch internationale Veranstalter auf einige künstlerisch wertvolle Arbeiten aus dem Freistaat aufmerksam gemacht.
Außerdem wird es Raum geben, Tanzschaffende zu treffen, zu diskutieren und eventuelle Showings und Ausstellungen lokaler Künstler zu erleben.
In der zeitgleich erscheinenden Publikation "Made in Bavaria" werden in Bayern ansässige und/oder produzierende Choreografen vorgestellt.
Veranstalter: JOINT ADVENTURES - Walter Heun und Muffatwerk im Rahmen von ACCESS TO DANCE. Die Veranstaltung wird ermöglicht durch: Kulturreferat der Landeshauptstadt München und Kulturfonds Bayern.
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