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30. Juni 2007 / 20.30 Uhr
Konzertreihe: Morton Feldman
von Sabine Liebner
PIANO PIECES (1950 bis 1964)
Münchner Erstaufführung
Piano Pieces, Intermissions, Nature Pieces For Piano, Variations, Vertical Thoughts, Last Pieces (Dauer ca. 90 Minuten)
Morton Feldman (1926-1987) gehört unbestritten zu den bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Mit seiner Kompositionsarbeit beschritt er völlig neue Wege und stellt somit eine singuläre Erscheinung im Musikleben des vergangenen Jahrhunderts dar.
Mit der Aufführung seiner Piano Pieces wird die von Sabine Liebner im i-camp/ neues theater münchen initiierte Konzertreihe fortgesetzt, in der späte Werke Morton Feldmans seit 1999 zur Münchener Erstaufführung gebracht werden.
Piano Pieces
Die von 1950 bis 1964 entstandenen Werke für Klavier umfassen Kompositionen mit freien Zeitdauern, konventioneller und graphischer Notation.
"Wenn die horizontale Linie (Zeit) zerbricht, tritt die vertikale Erfahrung (Nicht-Zeit) hervor. Differenzierung als integraler Teil des horizontalen Prozesses kann nun fallengelassen werden. Man bewegt sich in Richtung einer "all-over"Klangwelt. Es gibt keine Trennung der Register mehr. Es ist, als arbeite man in einem einzigen Register. Es sind nicht mehr Zeitintervalle, die der Musik ihre Gestalt und Kontur geben. Nicht Zeit formt den Klang. Der Klang formt Zeit ... Was ich verfolge, ist die vertikale Reise. Wir wissen alles über die Horizontale." (Morton Feldman)
Morton Feldman
Er studierte Komposition bei Wallingford Riegger und Stefan Wolpe, einem Schüler Anton Weberns. Entscheidend war für ihn jedoch die Begegnung mit John Cage.
Sein kompositorisches Werk zeigt eine nicht voraussagbare Entwicklung, die in ungeahnte Grenzbereiche führt, die dem, was traditionell Musik heißt, kaum mehr sich subsimieren lassen. Für Feldman waren die Einflüsse aus Bereichen außerhalb der Musik mindestens ebenso wesentlich wie diejenigen durch Webern oder Varèse. Vor allem spielte eine bedeutende Rolle die Beschäftigung mit der Malerei der New York School, also dem Werk von Rothko, Guston, Pollock, de Kooning u.a.. Die Bildende Kunst erweckte in ihm das Verlangen, auch in der Musik eine ähnlich unmittelbare, direkte, physische und zugleich auf das Unsagbare und Namenlose bezogene Sprache zu finden. (...)
Zunächst begannen die Stücke durch ihre Zeitdauer jeden Rahmen zu sprengen. Die Notation hat sich extrem verfeinert, freilich nicht im Sinne serieller Musik, sondern als Versuch, die Charakteristik des Tones, des Erklingens deutlich zu machen.
Nach: Amerikanische Musik, Stefan Schädler
Die Konzertreihe: Morton Feldman
Münchner Erstaufführungen im i-camp:
1999 Aufführung von Morton Feldmans "For Philip Guston"
2000 Aufführung von Morton Feldmans "Triadic memories"
2001 Aufführung von Morton Feldmans "For John Cage"
2002 Aufführung von Morton Feldmans "Patterns in a chromatic field "
2003 Aufführung von Morton Feldmans "for bunita marcus"
2004 Aufführung von Feldmans "Piano", "Palais de Mari", "Spring of Chosroes"
2005 Aufführung von Morton Feldmans "Trio for violin, cello, piano"
2006 Aufführung von Feldmans "Piano, Violin, Viola, Cello"
initiiert von Sabine Liebner in Zusammenarbeit mit dem i-camp / neues theater münchen
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München und des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst.
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