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11. - 12. Juli 2008 / jeweils um 20:30 Uhr
Anna Konjetzky:
"Tagebuch - si un jour tu décides de partir"
Süddeutsche Zeitung, 14. Juli 2008
"Psychospasmen, allein, zu zweit, sehr intim, sehr rabiat, bisweilen zärtlich." (...) "... Momentaufnahmen, die intensiv und stimmungsvoll sind, weil sie den Körper interessant modellieren, oder die Zeit lassen, bis sich etwas entwickelt, zwingend."
Der Tanz ist wie eine Verwebung von Zuständen des Sich-Erinnerns, sich erinnern können oder wollen, Vorahnungen haben: Tanz als Tagebuchaufzeichnung.
Mit den Gedichten und der Musik des Kontrabasses, und den beiden Tänzerinnen erzählt das Stück von einem Zustand, in einem Bild, der Einsamkeit zu dritt auf der Bühne. Dennoch entstehen hierbei Spannungsfelder, bis hin zu einer brutalen oder sexuellen Spannung, die besonders zwischen den beiden Tänzerinnen spürbar ist. Es werden Bruchstücke getanzt, alleine zu zweit, manchmal zu dritt. Und immer wieder werden genau diese Bruchstücke wieder losgelassen, fallen gelassen, vergessen oder tauchen an andere Stelle wieder auf, wie beim Tagebuch schreiben, ist jeder Moment eine Art Wahrheit, kann aber auch wieder verworfen werden. Immer wieder kommen die gleichen Dinge und Gedanken, Wünsche, Träume und Ängste zu Tage und verblassen wieder.
"Tagebuch - si un jour tu decides de partir" ist ein sehr intimes, persönliches Tanztheater.
"In meiner Arbeit geht es um die Direktheit, die Unmittelbarkeit des Körpers. Der Körper, der in bestimmten Zuständen, Situationen und Themen ist. Dabei geht es mir darum eine sehr subtile poetische Sprache zu finden, die aber sehr gewaltsam, direkt oder extrem sein kann. Ich erarbeite die Stücke wie eine Komposition: Inhaltlich und strukturell fügt sich Teil an Teil und bildet nach und nach ein Gesamtobjekt."
Anna Konjetzky - Regisseurin & Choreographin
absolvierte die internationale Ecole Lassaad, Methode J. Lecoq in Brüssel/Belgien. Ausserdem studierte sie Butoh-Tanz und zeitgenössischen Tanz in Belgien und Deutschland, unter anderem bei Stéphane Chapelle und Pé Vermeersch. Neben Assistenzen, zur Zeit bei Wanda Golonka am Schauspiel Frankfurt enstehen ihre eigenen Stücke; diese sind geprägt von einer starken Körperarbeit und Bildern, die auf Emotionen, Zuständen und Geschichten basieren. Persönliche, intime Themen vertrauen sich in geschlossenen, engen Räumen dem Zuschauer an. Ihre Arbeit bewegt sich zwischen zwischen Tanz, Performance und Installation. Ausführlicher unter www.annakonjetzky.com
Choreographie/Raum: Anna Konjetzky
Tanz: Sahra Huby, Madeleine Fournier
Musik: Peter Jacquemyn
Licht: Michael Bischoff
Projektion/Video: Chris Kondek
Foto: Oskar Henn
Tagebuch ist eine Produktion von Art Bureau München in Co-Produktion mit BOLZANO DANZA 2008 ( Stiftung Neues Stadttheater Bozen) und i-camp / neues theater münchen, in Zusammenarbeit mit schauspielfrankfurt (Frankfurt am Main).
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