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11. - 12. April 2008 / jeweils um 20.30 Uhr
Freies Theater München (FTM):
"HIRNJOGGEN - Dostojewski Grossinquisitor"
Süddeutsche Zeitung, 22. September 2007
„Froschers Doppelprojekt führt einen spannenden Diskurs: Im ersten Teil [Denkmaschine Joggen] stellt es Konsum und Individualitätswahn als die heutige Religion dar. Nur um diese im zweiten Teil [Hirnjoggen] wie jegliche Form von Religion zu enttarnen: Jede Freiheit ist nur eine in einem engen Rahmen von Regeln vorgegaukelte.“
Es geschieht in Sevilla - Jesus erscheint, als bei einem Autodafé an die hundert Ketzer zur grösseren Ehre Gottes verbrannt werden. Noch einmal wiederholt sich alles so, wie zu seinen Lebzeiten. Das Volk strömt Ihm zu. Er tut seine bekannten Wunder. Der Grossinquisitor lässt ihn verhaften. Im Gefängnis kommt es zur furchtbaren Anklage des Inquisitors, die Jesus schweigend anhört. Ihm wird vorgeworfen seinen Jüngern die Freiheit des Glaubens gelassen zu haben, statt sie durch "das Wunder, das Mysterium, die Autorität" zur Nachfolge zu zwingen. Diesen "idealistischen" Glauben aber können nur die wenigen Starken aufbringen. Die grosse Masse des Volkes ist durch diese Freiheit überfordert.
"Es wird Tausende von Millionen glücklicher Kinder geben und nur hunderttausende Leidtragende, die den Fluch der Erkenntnis von Gut und Böse auf sich genommen haben." (Aus: Dostojewski, "Die Brüder Karamasow")
"Gute 100 Minuten müssen Kurt Bildstein und Peter Pruchniewitz... durch den schwarzen Bühnenraum des i-camp joggen. Dabei betreiben sie intellektuelles Hirnjogging, wie es Regisseur George Froscher noch immer brillant beherrscht."
TZ München, 15./16. September 2007
FREIES THEATER MÜNCHEN F T M
Regie: George Froscher & Kurt Bildstein
"Ausschlaggebend ... sind die Konsequenz und hohe Risikobereitschaft, die sein nunmehr seit 32 Jahren Münchens Theaterlandschaft bereicherndes Theaterschaffen auszeichnen.
In diesen 32 Jahren Freies Theater München brachte es George Froscher, nicht zuletzt dank seines Partners, Hauptdarstellers und Co-Regisseurs Kurt Bildstein, zu internationalem Erfolg und Anerkennung.
Das von ihm und seinem Partner im Jahre 1970 mit dem Stück "Soldaten" von Lenz begründete Freie Theater München wurde zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen; unterstützt vom Goethe-Institut präsentierten sich George Froscher und sein FTM in aller Welt. Die Sehnsucht nach der eigenen Sprache und nach der Tradition und Aktualität des deutschsprachigen Theaters führten dazu, dass München all die Jahre zu ihrem Arbeitsmittelpunkt wurde.
Hier formten sie ihre eigene, unverwechselbare Ästhetik, die aus dem unbändigen, choreographisch bildhaften Spielwillen hervorgeht.
Die Jury überzeugte auch, wie mühelos es George Froscher gelingt, seine Risikofreude auf junge, neue, neugierige Zuschauer überspringen zu lassen und diese dafür zu begeistern."
Aus: Jurybegründung zur Verleihung des Theaterpreises der Landeshauptstadt München im Jahre 2002 an George Froscher
Das Projekt wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.
Eine Produktion des Freien Theaters München
George Froscher Kurt Bildstein
Mit: Kurt Bildstein und Peter Pruchniewitz
Regie / Raum / Kostüme: George Froscher
Licht: Michael Bischoff
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