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30. Mai 2008 / 20.30 Uhr
"Schubert - stay friends!"
Konzert von piano possibile
Programmkonzeption: Christoph Reiserer
Süddeutsche Zeitung, 2. Juni 2008
"Schubert hätte sich wohl gefühlt - und das Publikum begriff."
Der Faszination von Franz Schubert und seiner Musik kann sich auch piano possibile nicht entziehen: Der Komponist Christoph Reiserer hat ein Programmkonzept entworfen, welches die Einflüsse Schuberts auf die zeitgenössische Musik beleuchtet.
Im Zentrum des Konzertes steht das Adagio aus dem Klaviertrio DV 897. Die Werke von Feldmann, Grisey und Reich arbeiten alle mit dessen typischen Techniken, ohne sich direkt auf Schubert zu beziehen: Wiederholung von Mustern, Minimalismus, eine Harmonik, die auf die Naturtonreihe aufbaut, ein narrativ-linearer Aufbau.
Bei der Uraufführung des neuen Werkes von Christoph Reiserer wird ein weiter Aspekt der Schubertschen Musik erörtert: das Menschliche jenseits des Intellekts. Der von Schubert oft gewählte Weg der Schaffung eines Instrumentalwerkes aus einer Liedkomposition soll in dem neuem Werk umgekehrt werden. In die Instrumentalkomposition wird die menschliche Stimme und darüber hinaus - wie in vielen Kompositionen Reiserers - eine körperliche Herangehensweise an die Instrumente eingeführt. Stimme und Körper führen vom Intellekt weiter zum Menschen jenseits der Rationalität.
Konzertprogramm
- Morton Feldman (1926-1987): Three Clarinets, Cello and Piano (1971)
- Steve Reich (*1936): New York Counterpoint (1985); Bearbeitung von Christoph Reiserer
- Gerard Grisey (1946-1998): Vortex Temporum (1996)
- Franz Schubert (1797-1828): Adagio (DV 897)
- Christoph Reiserer (*1966): Bearbeitung DV 897 (2008)
- Christoph Reiserer: Neues Werk (UA) (2008)
Ensemble piano possibile
Die Lust an der Teilnahme spannender Prozesse, künstlerischer wie gesellschaftlicher Natur, gepaart mit dem Verlangen nach musizieren auf höchstem Niveau, ließ 1993 das Ensemble entstehen. Es ist sowohl das Ergebnis harter Arbeit als auch ein Glücksfall, daß sich eine Gruppe von Individualisten zusammengefunden hat, die sowohl in einem kollektivem Klangkörper wie auch im künstlerischem Team aktiv an der Entstehung und Umsetzung zeitgenössischer Musik teilnehmen.
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst
Gesang: Sabine Lutzenberger
Flöte: David Eschmann
3 Klarinetten: Heinz Friedl, Christoph Reiserer, Hans Blume
Violine: Gertrud Schilde
Viola: Susanna Hefele Cello: Mathis Mayr Klavier: Satchiko Hara Leitung: Heinz Friedl und Florian Appel (Grisey)
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